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Interfacedesign

 

Definition: Interface

  • Grafische Benutzerschnittstelle für die Interaktion zwischen Mensch und Computer.
  • Benutzeroberfläche (fälschlich vom englischen userinterface als usersurface übersetzt).

Definition: Interfacedesign

Interfacedesign beschäftigt sich mit der Gestaltung der grafischen Benutzerschnittstelle,
sowie deren Bedienung und Navigationsstruktur.

Entwicklung

  • Zunächst kommandozeilen-orientierte Benutzerschnittstelle (z. B. UNIX, DOS, ...)
  • Seit Anfang 1980 mit dem Aufkommen de Apple-Macintosh und Windowsbetriebssysteme Entwicklung hin zum
    GUI (graphical user interface)

Wie entwickelt man ein gutes Interface?

  • Ausgangspunkt aller Überlegungen sollte immer der Nutzer sein („user-centered design“)
    Folgerung: Es ist notwendig, den Nutzer zu verstehen, um das Interface optimal auf seine Bedürfnisse abzustimmen.

Funktionalität: Kognitive Psychologie

  1. Die Wahrnehmung
    • Aufmerksamkeitsverteilung
    • Illustrationen und Bilder
    • Farbe
    • Typographie
    • Icons
    • Gliederung

Da das Auge alles ganzheitlich wahrnimmt, ist auf Überflüssiges zu verzichten, um Ablenkungen zu vermeiden.

  1. Informationsspeicherung

·        Sensorisches Gedächtnis: Aufgenommene Reize werden hier zwischengespeichert, Pufferfunktion

·        Kurzzeitgedächtnis: Kann Informationen für mehrere Sekunden, bis hin zu Minuten speichern.

·        Langzeitgedächtnis: Speicherung des Wissens, große Kapazität, langsame Zugriffszeit.

·        Nur ein Bruchteil der aufgenommenen Informationen wird wirklich gespeichert.

Folgerungen:

Tests zeigen: Der Mensch kann nur mit 7 Variablen (+-2) gleichzeitig operieren.
Reduktion auf wesentliche Informationen, kleine Informationseinheiten.

  1. Informationsverarbeitung

Mentale Modelle:
Bild, das der Nutzer von einem System hat.

Metapher:
Helfen bei der Bildung mentaler Modelle. (Bsp: Windows-Papierkorb):

            Gestalterische Grundlagen:

·        Harmonie durch Kontraste:

o       Form (z. B. Kontrast der Grundfarben)

o       Farbe (z. B. Komplementärkontrast)

o       Helligkeit (z. B. Hell-Dunkelkontrast)

·        Goldener Schnitt (1/3 – Linie)

·        Abbildgenauigkeit, ...

Normen und Styleguides

DIN-Normen (DIN EN 29 241 Teil 10)

Styleguides

Evaluation

  • Journaled sessions: automatisches Protokoll der Aktivitäten des Nutzers.
  • Thinking aloud protocol: die Testperson soll während des Vorgangs ihre Reaktionen versprachlichen
  • Question asking protocol: Testperson soll einen Fragebogen ausfüllen
  • Performance measurement: Messung der Dauer bestimmter Vorgänge
  • Eye-Tracking
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Quellen:
- AppleComputer, inc.: Macintosh Human Interface Guidelines (1992; Vorläufer 1987), (http://developer.apple.com/techpubs/mac/pdf/HIGuidelines.pdf) , 04.01.2000
- Schulz, A. (1998): Interfacedesign. Die visuelle Gestaltung interaktiver Computeranwendungen. IGB: Röhrig Universitätsverlag
- Alan Dix, Janet Finlay, Gregory Abowd, Russell Beale (1999): Human Computer Interaction, Prentice Hall Europe
- Puscher, F. (1999): Die Tricks der Internetkünstler, dpunkt.verlag


Referent: Thorsten Hary, 06.01.2000